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Bäder
Christiane Wetzel
20. Oktober bis 16. November 2007
Eröffnung: Freitag, 19. Oktober, 19 bis 21 Uhr
In der ausstellung "Bäder" wird eine Auswahl neuer Arbeiten von Christiane Wetzel gezeigt, deren hyperrealistische Bildmotive die Künstlerin ihren Träumen entnommen hat. Die Sujets sind Schauplätze und Gegenstände, die einer Isotopieebene zuzuordnen sind: Schwimmbecken, Schlauchboote, Badinterieurs, Liegekissen, Badeschuhe etc.. Die Gegenstände zeichnen sich durch eine dem Traum nicht innewohnende Klarheit, Nüchternheit und Schärfe aus. Im Gegensatz zum flüchtigen Charakter eines Traums sowie der Technik der digitalen 3D-Simulation, mit deren Hilfe die Arbeiten entstanden sind, werden diese Bilder dauerhaft in großformatigen Leuchtkästen und C-Prints manifestiert.
In ihrer fotografisch wirkenden Vollendung weist diese Ding-Welt keinerlei Lebens- oder Verschleißspuren auf. Die Bilder wirken in ihrer Präsentation isoliert und ihres Kontextes entbunden. Zeitlich und lokal lassen sich die Szenerien nicht zuordnen. Dies verleiht den äußerst realen Traumextrakten eine wirklichkeitsentrückte Gegenwärtigkeit, die ihre fiktionale, manchmal abgründige Seite in den Vordergrund stellt und dabei ihr Wesen als Bild, als leuchtende Projektion ihrer virtuellen Natur offenbart. In dem Katalog zu Christiane Wetzels Ausstellung, Air Sea Overland im Künstlerhaus Göttingen, bezeichnet Michael Stoeber ihre Gegenstände als „abstrakte Essenz jenseits jeder konkreten Existenz“ im Sinne Kants „Ding an sich“.
Christiane Wetzel (geboren 1969 in Bremen) hat Freie Kunst an der Fachhochschule Hannover und an der HBK Braunschweig studiert und war Meisterschülerin bei Thomas Huber. Nach zahlreichen Auslandsaufenthalten und Ausstellungen im In- und Ausland stellt Christiane Wetzel zum ersten Mal in Hamburg aus. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
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Photography: © Rainer Splitt, 2008
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